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Domsanierung 2017/2018 (II)

Bauberatung am 08.11.2017



Noch stehen die Baugerüste im großen Kirchenschiff. Doch der Chorraum symbolisiert schon "das Licht am Ende des Tunnels". Dort wurden bereits Gerüstteile demontiert bei gleichzeitiger intensiver Säuberung des Hauptaltars und der Stifterfiguren.




 

Letzte Begutachtung durch Fachleute, bevor auch hier die letzten Gerüststan-gen fallen...



Filigrane Steinmaserung neben zum Nachdenken anregenden "(Gewölbe)-Rippenreiter" -

Was der unbekannte Baumeister uns hier sagen wollte, wird wohl für immer ungeklärt bleiben.

Bauberatung am 14.11.2017

 


 

Der Blick aus ungewöhnlicher Perspektive in den fast fertig-gestellten Chorraum lässt ein Detail am Schlussstein (Kübel-helm) erkennen, welches aus "Kirchenbanksicht" kaum wahr-genommen werden kann: Ein plastisch geformtes Gesicht im Blattwerk.

Mann kann im Nordhäuser Dom immer wieder kleine und große Details erkennen, die seinerzeit bestimmt nicht grundlos geschaffen wurden, deren Bedeutung sich dem heutigen Betrachter nicht vollständig oder manchmal auch garnicht erschließt.


 

 




Immer wieder schweift der Blick auf gerade Fertiggestelltes und die, die es schufen. Hier rechts im Bild: Christoph Kruse - Fa. Kruse Restaurierungen.




Harald Hartung, Elektroplanung; Wolfgang Kömstedt, electronic ELT

 

Im Rahmen des Beleuchtungskonzeptes für den Nordhäuser Dom wurde auch nach Möglichkeiten gesucht, die bedeutungs-vollen Stifterfiguren je nach liturgischer Vorgabe optisch in den Vordergrund zu stellen. Mit Hilfe von dimmbaren Punkt-strahlern lassen sich entsprechende Details dieser kunstvollen Statuen auch hier hervorheben und werden dem Betrachter in der großen Vielfalt zugänglich.

Lösungsorientiertes Nachdenken, Prüfende Blicke, intensiver Gedankenaustausch und die filigrane Abstimmung zwischen dem Architekten, dem Bauherrn und den ausführen-den Firmen prägen die wöchentlichen Bauberatungen.


v.l.n.r.: Jörg-Peter Gottstein, Architekt; Andreas Gold, Bischöfliches Bauamt; Ralf Kruse, Kruse Restaurierungen; Richard Hentrich, Pfarrer

Bauberatung am 22.11.2017



Das Gewölbe im Südschiff erstrahlt schon im neuen Glanz und lässt erahnen, welchen farblichen Charakter das Gesamtgewölbe einmal vermitteln wird.

Und während in luftiger Höhe die Ausmalarbeiten durch die Fa. Kruse Restaurierungen voranschreiten, finden die Steinmetze der Fa. Geba Bauholding, Körner an den Säulen-Postamenten (Sockel, Säulenfuß) ihre "Beschäftigung":





Björn Lürding, von Anfang an als leitender Stein- metz die Sanierung begleitend, freut sich beson-ders, wenn durch seine mitunter sehr filigrane Arbeit letztlich der Zustand wieder hergestellt wurde, den seine "Kollegen" vor vielen Genera- tionen einmal schufen. Und manchmal, sagt er augenzwinkernd, ist das Ergebnis besser, als es je war.

v.l.n.r.: Phillipp Kreil, Jörg-Peter Gottstein, Pfr. Richard Hentrich, Ralf Kruse, Andreas Gold

 

Eine letzte Terminabsprache - und auch diese Bauberatung findet ihr Ende, nicht ohne Festlegung, welcher Personenkreis sich demnächst wieder treffen muss.

Bauberatung am 29.11.2017



Die seinerzeit vom Bischöflichen Bauamt empfohlene Umgestaltung des Langhauses (insbesondere der Seitenschiffe) des Nordhäuser Doms findet mit Aufstellung der Grabplatten im Außenbereich des Domgeländes ihren guten Abschluss.

Im Mittelpunkt der heutigen Bauberatung stand nun die Abnahme der Steinsanierungen an den Grabsteinplatten durch die Sachverständige Dr. Heike Kirsten (Ing.-Büro für Steinsanierung u. Denkmalpflege, Erfurt) und den Architekten Jörg-Peter Gottstein.

 

 

v.l.n.r.: Dr. Heike Kirsten; Suzy Hesse; Thomas Osius; Jörg-Peter Gottstein


Die  Freien Restauratoren Andrea Neid (Restauratorin Andrea Neid, Elleben), Suzy Hesse (Hesse Restaurierungen Nordhausen) und Thomas Osius  (Thomas Osius Natursteinrestaurierung, Wipperdorf) haben mit ihren künstlerischen Ansprüchen und durch ihr handwerkliches Können die Grabplatten für ein "(Über-)Leben" außerhalb des Kirchenraumes vorbereitet.





Ausführliche Informationen zu den vorliegenden Steinarten, deren Besonderheiten, ihrer Herkunft und den Details zur angewandten Sanierungstechnologie waren wesentlicher Bestandteil dieser Bauabnahme.



Ganz typisch für einen Sandstein, der im Kyffhäusergebirge gebrochen wurde, so Dr. Heike Kirsten, sind Kieseleinschlüsse. Diese Einschlüsse wurden bei der Überarbeitung ganz bewusst belassen, auch um den Charakter dieser Steinart zu unterstreichen.

 

v.l.n.r.: Philipp Kreil; Jörg-Peter Gottstein; Ralf Kruse; Pfr. Richard Hentrich; Harald Hartung; Dr. Heike Kirsten; Wolfgang Kömstedt


Selbstverständlich wurde auch der Fortgang der Ausmalarbeiten thematisiert, zumal die langsam fallenden Außentemperaturen im Inneraum des Doms moderat kompensiert werden müssen. Die "Schmerzgrenze" liegt bei 5 Grad Celsius, so Ralf Kruse von der Fa. Kruse Restaurierungen.

Bauberatung am 13.12.2017


 

Verlegung von Fußbodenplatten oder Fugensanierung, für Norbert Meyer aus Großlohra kein großes Problem.


Im Kirchort Großlohra engagiert sich Norbert Meyer ehrenamtlich u. a. auch als Küster für "seine" Kirche.

 


Wichtige Details, insbesondere die Verschachtelung der Zeitfenster, in denen sich die unterschiedlichen Gewerke bewegen können, werden abgestimmt: Ralf Kruse, Philipp Kreil, J.-Peter Gottstein, Harald Hartung und Wolfgang Kömstedt (v.l.n.r.).


Doch was verbirgt sich hinter dem weißen Planengestell rechts?




Hier überarbeitet gerade Restauratorin Suzy Hesse (Hesse Restaurierungen Nordhausen) die Grabplatten, die wegen ihre Abmessungen nicht ohne Weiteres in den Außenbereich transportiert werden konnten.



Die Ausmalarbeiten schreiten auch an den Schlusssteinen kon-tinuierlich voran.

Dank installierter Heizungs- und Belüftungstechnik ist auch bei sinkenden Außentemperaturen das Arbeiten an den Gewölbe-teilen möglich.










Hier werden durch Dombaumeister Andreas Gold (Bischöfliches Bauamt Erfurt) und Ralf Kruse (Kruse Restaurierungen, Kreuzebra) die Fugenbemalungen im Fenstermaßwerk begutachtet.



Fotos: F.-Ulrich Börner

 

 

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