1242

 Besucher 

seit dem 1. Januar 2018

 Wegen Renovierung geschlossen!

Achtung!

Baustelle Dom (+)

Legende Inhaltsverzeichnis:

(*)   in redaktioneller Bearbeitung

(+)  Veränderung/Ergänzung

(!)   neuer Inhalt

(#)  Menüpunkt verschoben

Jede Berufung hinterlässt eine Lücke...


Bild: David Kremer


Jede Berufung hinterlässt eine Lücke. Damals am See von Galiläa, als Simon und Andreas ihre Netze liegen ließen und Jakobus und Johannes ihren Vater Zebedäus verließen. Das war bei den Missionaren so, die ihr Land verließen und vielleicht nie heimkehrten, um in fremden Ländern den Glauben zu verkünden. Das ist heute so, wenn Menschen zum Beispiel in ein Kloster eintreten. Berufung hinterlässt eine Lücke, die schmerzen kann: Bei den Gehenden wie den Zurückgelassenen. Wer berufen wird, muss loslassen können und darauf vertrauen, dass aus der Lücke ungeahnte Fülle erwächst.

  

Ausgelegt! 

Bibelwort: Markus 1,14-20 (Evangelium zum 3. Sonntag im Jahreskreis)


Im Norden von Burkina Faso, mitten in der westafrikanischen Sahelzone beginnt in den 60er-Jahren ein Mann, Affenbrotbäume zu pflanzen. Der Koran ermahnt Yacouba, von der Schöpfung nicht nur zu nehmen, sondern auch zu geben. In einer von ihm weiter entwickelten Form des traditionellen Zai macht er sich an die Arbeit. Er sieht die Wüste nicht als seinen Gegner, sondern als Gabe und Aufgabe. Die Männer im Dorf halten ihn für verrückt. Als die Bäume wachsen, sagen sie, er sei mit den bösen Mächten im Bunde und verbrennen seinen Wald. Yacouba sieht sie nicht als Gegner. Er beginnt wieder von vorne. Er pflanzt einen Wald. Er macht unfruchtbare Erde fruchtbar. Er verteilt seine Vorräte an hungernde und lehrt seine Methode des Zai. Im Jahr 2012 tauchen Leute auf, denen die Regierung das Land zur Ansiedlung versprochen hatte. Sie fällen seine Bäume, um Häuser zu bauen. Yacouba fängt wieder von vorne an. In der Ödnis pflanzt er neue Bäume. Er sieht die Menschen und die Natur nicht als Feind. Er sieht Gott, der ihm einen Auftrag und die Kraft dazu gibt. Er sieht den Wald in den Samen, die er in den Boden legt. „Das Himmelreich ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“

 

Klaus Metzger-Beck

Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG

2. Bild links: Bild: Doris und Michael Will In: Pfarrbriefservice.de

Im Jahreskreis

Lesejahr B

© Michael Bogedain; pfarrbriefservice.de
© Bernhard Riedel; pfarrbriefservice.de
© Barbara Neumann; Bistum Erfurt
© www.katholisch.de
© www.zdk.de
© www.dbk.de


© www.kirche.tv